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  <title>Alte Neustadt bis 1812</title>
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  <description>Feed Alte Neustadt bis 1812</description>
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  <copyright>www.mittank.net</copyright>
  <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 09:37:24 +0200</pubDate>
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        <title>Alte Neustadt bis 1812 - 1</title>
        <description><![CDATA[<P align=left><STRONG><EM><font style="font-size: 17px"><font style="font-size: 20px">Die&nbsp;Neustadt&nbsp;bis 1813</FONT>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </FONT></EM></STRONG></P> <P align=left><STRONG><EM><font style="font-size: 17px">Die</FONT></EM></STRONG><font style="font-size: 17px"><STRONG>&nbsp;1.Zerst&ouml;rung 1213<BR></STRONG>Magdeburg wurde erstmals im Jahr 805 urkundlich erw&auml;hnt. N&ouml;rdlich der Stadt&nbsp;entstand um diese Zeit&nbsp;an der Elbe das&nbsp;Dorf&nbsp;Frose, in dem vor allem Schiffer und Fischer wohnten. Frose wurde 937 von Otto I dem Dominikanerkloster Mauritius geschenkt.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Westlich von Frose siedelten&nbsp;Leute&nbsp;aus niederen St&auml;nden, die sich H&auml;user in der Stadt Magdeburg nicht leisten konnten und es wurden nach und nach auch Beckenschl&auml;ger, Schiffer, Tuchmacher, K&uuml;rschner und andere Handwerker mit ihren Familien sasshaft. Solche Ansiedlungen vor einer Stadt dienten vor allem&nbsp;der Versorgung der Stadtbewohner. Es vollzog sich eine Entwicklung, wie sie auch in anderen deutschen St&auml;dten &uuml;blich war. Aus diesen noch ganz vereinzelt stehenden H&auml;usern wuchs allm&auml;hlich eine Vorstadt heran. In historischen Dokumenten nannte man sie bald "nova civitas" - die neue Stadt.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Der Erzbischof Albrecht II (auch Albert oder&nbsp;Adelbert) von Kefernburg war von 1205 bis 1232 im Amt. Er gr&uuml;ndete u.a. im Jahre 1209&nbsp;die Lorenzkirche&nbsp;in der neuen Stadt und anl&auml;sslich der Weihe dieser Kirche wurde die Neustadt erstmals urkundlich erw&auml;hnt.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Zwischen dem Pabst und Kaisaer Otto ergaben sich ernste Konflikte, die letztlich dazu f&uuml;hrten, dass Albrecht den Bannfluch des Kaisers in seinem Bistum verk&uuml;nden, was er jedoch mit Widerstreben machte. Er stand zwischen zwei &Uuml;beln. Entweder er zog sich den Zorn des Pabstes oder den Zorn des Kaisers zu. Er entschied sich f&uuml;r den Pabst. Kaiser Otto IV fiel 1211 mit seinem Heer in das Bistum Magdeburg ein. Durch sein Heer wurden alle D&ouml;rfer rings um Magdeburg zerst&ouml;rt, so auch Frose und die gerade erst entstandene Neustadt. Die Bewohner mussten 1213&nbsp;die vollst&auml;ndige <BR>Zerst&ouml;rung erleiden.<BR></FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px"></FONT></P> <P align=left>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <IMG border=0 hspace=0 src="www.mittank.net/hpfixseparat_hpfixseparat_p1000717.jpg" align=middle></P> <P align=left><font style="font-size: 20px"><font style="font-size: 14px"><EM>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</EM></FONT></FONT><font style="font-size: 20px"><font style="font-size: 14px"><EM>Lageplan der &auml;ltesten Mauerumfriedung der Stadt<BR>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Magdeburg. Fett umrandet die Lage der neuen Stadt<BR>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;und des Fischerdorfes Frose vor der Zerst&ouml;rung 1213<BR>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;(aus Montagsblatt Nr. 1 vom 2.1.1906)&nbsp;</EM></FONT></FONT><font style="font-size: 20px"><font style="font-size: 14px"><EM>&nbsp;&nbsp;&nbsp; </EM></FONT></FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 20px"><font style="font-size: 14px"><font style="font-size: 17px"><STRONG>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Neustadt erh&auml;lt Stadtrecht<BR></STRONG>Auf den Tr&uuml;mmern der niedergebrannten "neuen&nbsp;Stadt"&nbsp;entstanden&nbsp;relativ schnell neue Wohnbauten, so dass sich der Erzbischof entschloss, eine Stadterweiterung vorzunehmen. Er gab der Altstadt mit einer Mauer die Gr&ouml;&szlig;e, wie sie bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestand. Der neue Mauerbau begann um 1220 und verlief, so Priegnitz, "von der Nordfront zwischen den beiden Steinernentischstra&szlig;en und dicht des s&uuml;dlichen Tr&auml;nsberges" zur Elbe. Man nannte sie sp&auml;ter&nbsp;die "Albertinische Mauer".</FONT>&nbsp;</FONT></FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Albrecht II machte aus der Not eine Tugend. Er wollte aus den Tr&uuml;mmern der Neustadt Gr&ouml;&szlig;eres entstehen lassen. Er wies den&nbsp;Bewohnern der Neustadt&nbsp;n&ouml;rdlich der&nbsp;neuen Magdeburger&nbsp;Stadtmauer Bauland zu. Die vorher nur aus lockeren Verband einzelner Meierh&ouml;fe, Vorwerke, Wohnh&auml;user und anderen Geb&auml;uden bestehende neue Stadt wurde mit Einbeziehung der Feldmarken benachbarter, im Krieg zerst&ouml;rter D&ouml;rfer, nach gr&ouml;&szlig;erem Ma&szlig;stab wieder aufgebaut.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 20px"><font style="font-size: 14px"><font style="font-size: 17px">Im Jahr 1230</FONT>&nbsp;<font style="font-size: 17px">verlieh Albrecht II der Neustadt das Stadtrecht und lie&szlig; die Stadt mit einer Mauer, die sieben Tore hatte, umgeben. Die Neustadt wurde eine eigenst&auml;ndige Landstadt mit Wappen und Stadtsiegel. </FONT></FONT></FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 20px"><font style="font-size: 14px"><font style="font-size: 17px"></FONT></FONT></FONT>&nbsp;</P> <P align=left><font style="font-size: 20px"><font style="font-size: 14px"><font style="font-size: 17px"><IMG border=0 hspace=0 src="www.mittank.net/hpfixseparat_scan10008.jpg" align=middle></FONT></FONT></FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 20px"><font style="font-size: 14px"><font style="font-size: 17px">Die Stadtachse war der Neust&auml;dter Breite Weg, der von der Hohepforte mitte der Stadt bis zum Sieverstor verlief. Die sieben Tore waren das Ziegeltor, das B&auml;ckertor, das F&auml;hrtor, das Sandtor, Das Sieverstor (Insleber Tor, Mitteltor), das Feldtor und das Lorenztor, auch Lorenzpforte genannt.</FONT></FONT></FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Die Bewohner von Neustadt und Frose lebten einige Jahrhunderte friedlich nebeneinander. Das h&ouml;rte im 14. Jahrhundert auf - es gab Streitereien zwischen den Beh&ouml;rden und den Einwohnern. Kurzerhand lie&szlig; Erzbischof Peter 1372 dem ein Ende setzen und vereinigte beide Gemeinden. Die Neustadt erweiterte sich dadurch betr&auml;chtlich und auch die Bev&ouml;lkerungszahl erh&ouml;hte sich. Die Neustadt entwickelte sich unter friedlichen Bedingungen bis zum 16. Jahrhundert zu ihrer h&ouml;chsten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bl&uuml;te, was danach nie wieder so&nbsp;erreicht wurde.</FONT></P> <P align=left><STRONG><font style="font-size: 17px">Die 2. Zerst&ouml;rung der Neustadt 1550/51<BR></FONT></STRONG><font style="font-size: 17px">Am 31. Oktober 1517&nbsp;schl&auml;gt Martin Luther an dem Tor zur Schlosskirche Wittenberg seine ber&uuml;hmt gewordenen 95 Thesen an, was zugleich der Beginn der Reformation war. Am 5. Juni 1524 predigte der Kaplan des Agnetenklosters ohne Genehmigung der Obrigkeit&nbsp;evangelisch. Danach kam es zu erheblichen Tumulten im Neust&auml;dter Agnetenkloster. Auch im Neust&auml;dter Lorenzkloster kam es zu &auml;hnlichen Auseinandersetzungen.&nbsp;Am 24. Juni des gleichen Jahres kam Luther nach Magdeburg und hielt in der Kirche des Augustinerklosters</FONT>&nbsp;<font style="font-size: 17px">und in der Johanneskirche Predigten. Damit setzte sich in Magdeburg die Reformation durch, in der Neustadt&nbsp;allerdings erst im Jahr&nbsp;1547.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px"></FONT></P> <P align=left><EM><IMG border=0 hspace=0 src="www.mittank.net/hpfixseparat_p1000710.jpg" align=middle></EM></P> <P align=left><EM>Die Neustadt im 16. Jahrhundert vor der Zerst&ouml;rung. Zeichnung nach&nbsp;Helmut Menzel</EM><font style="font-size: 17px"></FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Am 4. Oktober 1550 r&uuml;ckte der Herzog von Sachsen mit den kaiserlichen Truppen vor die Tore der Stadt Magdeburg, ohne vorerst anzugreifen. Sie richteten sich auf eine l&auml;ngere Belagerung der Stadt ein. Allerdings waren die Verteidiger aktiver und unternahmen zahlreiche Ausf&auml;lle. Auf den W&auml;llen der Magdeburger Festung standen 400 Gesch&uuml;tze&nbsp;und Kanonen. Rund&nbsp;&nbsp;&nbsp; 10 000 bewaffnete B&uuml;rger und Soldaten, best&uuml;ckt&nbsp;mit Handfeuerwaffen, standen dem Oberbefehlshaber Alemann zur Verf&uuml;gung.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Mitte November ordnete der Stadtrat Magdeburg an, das Neust&auml;dter Agnetenkloster abzurei&szlig;en, damit sich der Feind nicht unmittelbar vor der Stadtmauer festsetzen k&ouml;nne. Die Neustadt selbst war f&uuml;r die kaiserlichen Truppen ein &auml;u&szlig;erst wichtiger strategischer Punkt und sie strebten deshalb an, die Neustadt einzunehmen, was dann am 28. November auch geschah. Es folgte die unausbleibliche Pl&uuml;nderung der Stadt, wie das zu jenen Zeiten &uuml;blich war. Alle Neust&auml;dter M&auml;nner. die sich dem Angreifer zur Wehr setzten, wurden niedergemetzelt.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">In Magdeburg stationierte S&ouml;ldner eilten zur Hilfe, aber die &Uuml;bermacht war zu gro&szlig;. Bevor diese S&ouml;ldner&nbsp;sich zur&uuml;ckzogen, erhielten sie vom Stadtrat den Befehl, einen Teil der H&auml;user von&nbsp;Neustadt anzuz&uuml;nden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Gefechte zwischen den Kaisertruppen und der Magdeburger Streitmacht verst&auml;rkten sich, sowohl bei Ausf&auml;llen aus der Stadt als auch auf der Elbe, wo beide Seiten zahlreiche Schiffe liegen hatten</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Ende 1551 kam es endlich zu Verhandlungen, welche mit einem Vergleich endeten. Die Neustadt aber war restlos zerst&ouml;rt, entweder vom&nbsp;Anz&uuml;nden der H&auml;user durch die Magdeburger oder bei den zahlreichen Kampfhandlungen und Gefechten zwischen beiden Seiten.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 20px"><font style="font-size: 17px"><STRONG>Die 3. Zerst&ouml;rung der Neustadt 1631<BR></STRONG>Von 1618 bis 1648 w&uuml;tete der 30j&auml;hrige Krieg in den deutschen L&auml;ndern. Weite Teile Deutschlands wurden dabei verw&uuml;stet und entv&ouml;lkert.</FONT></FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Um 1625 erreichte der Krieg auch Magdeburg und Umgebung. Angesichts der drohenden Gefahr beschloss der Magdeburger Magistrat, die vorhandenen Festungswerke betr&auml;chtlich zu erweitern. Besonders die n&ouml;rdliche Seite in Richtung Neustadt stand dabei im Mttelpunkt. So wurden 1625 an den Elbecken der Stadtbefestigung weitere Bollwerke errichtet. Am "Welschen Turm" (die sp&auml;tere Lukasklause) entstand das "Neue Werk" und am Kr&ouml;kentor baute man ein Hornwerk.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Am 7. September 1625 lie&szlig; der Rat der Stast Magdeburg durch vier Trommler in Neustadt und Sudenburg&nbsp;verk&uuml;nden, dass alle H&auml;user auf dem vor der Stadt liegenden Territorien abzurei&szlig;en sind. Die Obrigkeit des Klosters St. Agnetes legte energischen Protest ein. Es lag innerhalb der 1000 Schritt und sollte abgetragen werden. Es wurde gerettet. Im M&auml;rz 1626 riss man das Neust&auml;dter Rathaus ein, am 18. April die Nicolaikirche und ab dem&nbsp;19. April die Rathaussch&auml;nke und zahlreiche Gildeh&auml;user der Brauer, Lakenmacher, Schneider, Schmiede und Schuster. Der Neustadt entstand ein Schaden von rund 80 000 Taler.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Ab M&auml;rz 1629 verh&auml;ngte Wallenstein die Blockade f&uuml;r Magdeburg. Die Feinde legten um Magdeburg cirka&nbsp;16 Schanzen, eine davon&nbsp;war etwas nordwestlich der Neustadt, am sogenannten Hochgericht in Richtung zum Dorf Insleben. Am 4. Juli 1629 feuerten die Belagerer von der Neustadt aus die ersten Kanonenkugeln in Richtung Magdeburg, in den folgenden Wochen und Monaten gab es zwischen beiden Seiten zahlreiche Scharm&uuml;tzel, vor allem mit den in der Neustadt lagernden feindlichen Truppen.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">In der milit&auml;rischen F&uuml;hrung Magdeburg &auml;nderte sich einiges. Ab November 1630 &uuml;bernahm der Hofmarschall und Oberst Dietrich von Falkenberg das Kommando. Er entschloss sich u.a. zu einer f&uuml;r die Neust&auml;dter B&uuml;rger folgenschwerer Ma&szlig;nahme. Auf seinen Befehl hin brannten seine Soldaten am 13. April 1631 in der Neustadt alles nieder, was 1625/26 stehen geblieben war. Er begr&uuml;ndete es mit einem "strategischen Erfordernis". Das Vorhaben zum Niederbrennen von H&auml;usern in der Neustadt&nbsp;gelang nicht ganz, denn Falkenbergs Soldaten wurden von den kaiserlichen Truppen&nbsp;in die Stadt zur&uuml;ckgedr&auml;ngt.</FONT></P> <P align=left>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <IMG border=0 hspace=0 src="www.mittank.net/hpfixseparat_p1000724.jpg" align=middle></P> <P align=left><font style="font-size: 11px"><STRONG><EM>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;</EM></STRONG></FONT><font style="font-size: 11px"><STRONG><EM>Die Nicolaikirche in Neustadt - Eingeweiht am 20. Mai 1585,<BR>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; niedergerissen am 26. April 1626</EM></STRONG></FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">7&nbsp;000 Magdeburger Verteidigern standen rund 30000&nbsp;Soldaten und S&ouml;ldner&nbsp;des kaiserlichen Heeres gegen&uuml;ber.&nbsp;General Tilly forderte am 24. April 1631 die Stadt Magdeburg zur &Uuml;bergabe auf,&nbsp;was aber&nbsp;abgelehnt wurde. Eine letzte Aufforderung geschah am 9. &nbsp;Mai. General Falkenberg lehnte eine &Uuml;bergabe kategorisch ab, der Rat und die B&uuml;rgerschaft aber schwankten. Inzwischen legte aber&nbsp;der kaiserliche Kriegsrat schon die Strategie zum Sturm auf die Stadt fest. Magdeburg sollte von vier Seiten aus eingenommen werden. So sollte Graf Pappenheim&nbsp;von der Neustadt aus das gro&szlig;e "Neue Werk" st&uuml;rmen, was dann auch geschah. Magdeburg wurde erst&uuml;rmt und vollst&auml;ndig vernichtet.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">In der Neustadt begann der Wiederaufbau bereits im Jahr 1633. Um 1638 waren die Verh&auml;ltnisse des Kirchspiels St. Nicolai wieder geordnet und 1635 konnte die wiedererrichtete Nicolaikirche sogar schon wieder<BR></FONT><font style="font-size: 17px">notd&uuml;rftig&nbsp;zu Gottesdiensten verwendet werden.&nbsp;Die Einweihung war jedoch erst zum Palmsonntag 1654; aus finanziellen Gr&uuml;nden schritt der Neubau nur sehr langsam voran. Der Kirchturm ist sogar&nbsp;erst im Jahr 1693 fertiggestellt worden.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Die Neustadt blieb eine selbst&auml;ndige Landstadt, trotz aller Bem&uuml;hungen der Magdeburger Ratsherren, dieses zu verhindern. Allerdings setzten sie durch, die direkten &nbsp;Festungsanlagen&nbsp;beim Wiederaufbau&nbsp;der Neustadt nicht zu&nbsp;gef&auml;hrden. Es blieb deshalb&nbsp;ein breiter, nicht bebauter Streifen zwischen Magdeburg und der Stadt Neustadt, so dass diese nach dem Krieg&nbsp;wiederum ein St&uuml;ck nach Norden&nbsp;r&uuml;ckte<STRONG>.</STRONG>&nbsp;&nbsp;&nbsp; </FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px"><STRONG>Die 4. Zerst&ouml;rung der Neustadt 1812/1813<BR></STRONG>In der Doppelschlacht von Jena/Auerstedt 1806&nbsp;wurden die preu&szlig;ischen Truppen empfindlich geschlagen. Die Preu&szlig;en flohen, die Franzosen setzten bis Magdeburg nach. Am 6. November 1806 &uuml;bergab dann&nbsp; der Festungskommandant von Magdeburg die Stadt an Marschall Ney. Das wurde dem Kommandanten als schimpfliche Kapitulation nachgesagt, immerhin unterstanden ihm zu diesem Zeitpunkt fast 24 000 Mann. Am 11. November 1806&nbsp;zogen die Franzosen ohne jede&nbsp;Gegenwehr in Magdeburg ein.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Am 8. August 1807 kam es zur Bildung des K&ouml;nigreiches Westfalen, in dem Napoleon seinen j&uuml;ngsten Bruder Hieronymus als K&ouml;nig einsetzte. Nach franz&ouml;sischen Vorbild f&uuml;hrte man acht Departements als neue&nbsp; Verwaltungsstrukturen ein. Die Neustadt geh&ouml;rte wie auch Magdeburg zum Elbdepartement. Unterteilt waren diese in Distrikte, diese waren Magdeburg, Stendal, Neuhaldensleben und Salzwedel. Die Distrikte&nbsp;waren wiederum in Kantone aufgeteilt.&nbsp;Die Neustadt wurde Hauptort des Kantons Neustadt. Dazu geh&ouml;rten die D&ouml;rfer Rothensee, Glindenberg, Heinrichsberge, Barleben und Ebendorf. Ihm stand der B&uuml;rgermeister des Kantons Karl Rosenthal vor, der&nbsp;zugleich der&nbsp;B&uuml;rgermeister von&nbsp;Neustadt war.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Am 19. Februar 1812 legte ein Dekret Napoleons fest,&nbsp; Teile von Sudenburg und Neustadt abzurei&szlig;en. In der Neustadt waren davon ca. ein Drittel der H&auml;user, das waren rund 250,&nbsp;betroffen.</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Am 15. Februar 1813 musste auf Befehl Napoleons ein weiteres Drittel der Neustadt&nbsp; abgetragen werden<STRONG>.</STRONG></FONT></P> <P align=left><EM><STRONG>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schema zur&nbsp;4. Zerst&ouml;rung der Neustadt &nbsp;</STRONG></EM><font style="font-size: 17px">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </FONT><IMG border=0 hspace=0 src="www.mittank.net/hpfixseparat_p1000728.jpg" align=middle></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</FONT><font style="font-size: 11px">&nbsp;( H.Mittank)</FONT></P> <P align=left><font style="font-size: 17px">Bereits ab September 1812 begann der Wiederaufbau der Neustadt auf dem n&ouml;rdlich des ehemaligen Territoriums zugewiesenen Baugel&auml;ndes. Die neue Stadt erhielt zuerst den Namen Hieronymusstadt (Name des&nbsp;K&ouml;nigs), nach dem Abzug der Franzosen am 24. Mai 1814 wurde es wieder die selbst&auml;ndige Landstadt Neustadt. Den neuen, wieder aufgebauten Teil nannte man Neue Neustadt, der ehemals stehen gebliebene Teil bekam den Beinamen Alte Neustadt.</FONT></P> <P align=left>&nbsp;</P> <P align=left>&nbsp;</P> <P align=left><font style="font-size: 20px"><font style="font-size: 14px">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </FONT></P></FONT> <META name=GENERATOR content="MSHTML 6.00.6001.18385">]]></description>
        <link>www.mittank.net</link>
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        <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 09:37:24 +0200</pubDate>
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