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Albert Niemeyer verstorben

Die Magdeburger Volksstimme berichtete am 17.7.14 über das Ableben des bekannten Magdeburger Original Albert Niemeyer. Er verstarb am 11. Juni 2014 im Alter von 75 Jahren in Beelitz/Fichtenwalde.

        

                                                                               Foto Voigt

Albert Niemeyer wohnte viele Jahre in Alte Neustadt, erst in der Weinbergstraße, später verzog er in die Ottenbergstraße. Mit seinem Akkordeon war er als Alleinunterhalter auf zahlreichen Veranstaltungen in Magdeburg zu erleben, so als Osterhase, als bärtiger Weihnachtsmann oder als Till Eulenspiegel. Dazu hatte er oft seinen Trabant kunstvoll geschmückt. Er war ein echtes Original und wir Alte Neustädter werden ihn, vor allem auch für sein wirkungsvolles soziales Engagement in unserem Stadtteil, in guter Erinnerung behalten. Weitere Informationen über Niemeyer siehe Heft 8 der Reihe Magdeburg- Alte Neustadt, Seiten 42/43 mit dem Titel: "Kompass, Stadtteil Alte Neustadt im Jahr 2004"

 

Ehrung General Henning vonTresckow am 20. Juli 2014

General Tresckow war an dem Attentat auf Hitler vor 70 Jahren maßgeblich beteiligt.Er wurde am 10. Januar 1901 in Magdeburg geboren. Das Haus seiner Eltern, eine alte preußische Adels-und Offiziersfamilie, war nur wenige Schitte von der ihm zu Ehren am Nordpark  aufgestellten Tresckow-Stele entfernt. Während des II. Weltkrieges war er Regimentskommandeur, später Chef des Generalstabes der 2. Armee. Der Verlauf des Krieges stimmte ihn aber zunehmend bedenklich. So nannte er den Einmarsch in die SU "die Vermessenheit eines großen Dillettanten". Tresckow wurde zum Hitlergegner und beteiligte sich ab 1943 an mehreren versuchten Attentaten auf Hitler.  Nach dem gescheiterten Attentat am 20. Juli 1944  wählte Tresckow an der Ostfront den Freitod.

                  Foto: H.Mittank, 20.7.2014

Die heutige Gedenkveranstaltung war die 13 in Folge. Der Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hielt die Gedenkrede, weitere Persönlichkeiten sprachen zu den rund 100 anwesenden Gästen, so Oberstleutnant Uwe Ried vom Landeskommando Sachsen-Anhalt, Professor Dr.Dr.h.c. mult. Horst Möller und das geistliche Wort hielt Prädikant Stephen Gerhard Stehli. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch das Blechbläserquartett der Magdeburger Dombläser 

                   

         140 Jahre Magdeburger Berufsfeuerwehr

Ta-tü! Ta-ta! So klingt es, wenn die Löschzüge der Feuerwache in der Peter-Paul-Straße zu einem Brand oder einem anderen Vorkommnis ausrücken. Am 18.Juni 2007 legte man hier in Alte Neustadt den Grundstein für eine neue Feuerwache. Die alte, zentrale Wache der Magdeburger Berufsfeuerwehr in der Brandenburger Straße hatte ausgedient. Bereits am 1. Februar 2008 wurde Richtfest gefeiert und am 17. Juni 2009 erfolgte durch den damaligen Innenminister Hövelmann die Schlüsselübergabe. Drei Monate später, am 12. September 2009 öffnete sich zum ersten Mal die Wache zum "Tag der offenen Tür" für die Bürger und Tausende kamen, um die neue Einrichtung mit ihren modernen Fahrzeugen kennen zu lernen.      

Der alte Standort in der Brandenburger Straße, Foto H.Mittank 2014

Die neue Feuerwache in der Peter-Paul-Straße.                Foto H. Mittank 2014 

Ein kurzer Rückblick in die Geschichte der Magdeburger Feuerwehr. Am 1. Juli 2014 beging die Magdeburger Berufsfeuerwehr das 140. Jahr ihres Bestehens. Es war der 1. Juli des Jahres 1874, als in der damaligen Wilhelmstraße (heute Ernst-Reuter-Allee)/Ecke Brandenburger Straße die Berufsfeuerwehr gegründet wurde, nachdem der Bau des Zentralen Depots am 1. Juni 1873 begonnen wurde. Dort blieb die Hauptwache bis zum Umzug 2009 (siehe oberes Foto). Magdeburg richtete nach 1874 vier Feuerwachen ein. Für unseren Stadtteil war die Wache Neustadt zuständig, die im Sommer 1910 aus ihrem alten Standort im Rathaushof (Nicolaiplatz) zur neu gebauten Wache an der Nachtweide/Ecke Hamburger Straße zog. Sie war damals die modernste Wache ganz Deutschlands und leitete durch die mit Kraftantrieb betriebenen Fahrzeuge die Ablösung der "Pferdestärken" ein. In der Hauptwache wurden die Pferde 1913 abgeschafft. Während der Nazizeit löste man die Feuerwehr aus der Zuständigkeit der Kommune und nannte die Berufsfeuerwehr  "Feuerlöschpolizei", die während des II.Weltkrieges besondere Aufgaben zu erfüllen hatte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Neubeginn. Die Feuerwehr wurde wieder der Stadt Magdeburg unterstellt. Aber es dauerte nicht lange, denn mit dem Befehl Nr. 23/50 des Chefs der DVP und Minister des Innern wurde die Berufsfeuerwehr ab 1952 wieder zentral geleitet und unterstand nun dem Ministerium des Innern, Hauptabteilung Feuerwehr.

Ab dem 1. Januar 1991 ist die Berufsfeuerwehr wieder eine kommunale Einrichtung der Landeshaupstadt Magdeburg geworden.

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 "Liebeserklärung an den Nordpark" von Waltraud Eichmann, Magdeburg

Ich liebe dich, ich mag dich sehr,

ohne dich ist mein Leben leer.

Komm ich zu dir, gleich am Morgen,

wird der Tag schön - ohne Sorgen.

Du gibst mir Kraft für den ganzen Tag,

ich sage dir, wie sehr ich dich mag.

Mit dir genieß ich morgens 'ne halbe Stunde,

es macht mir Spaß - Runde um Runde!

Danach setze ich mich auf die Bank,

auch nur 'ne halbe Stunde lang.

Bedank mich bei "Mutter Natur",

hat geschaffen Blumen, Wälder und Flur!

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Vier Jahreszeiten im Nordpark

Frühling, Sommer, Herbst und Winter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Hohepfortestraße 61

Die MWG- Wohnungsgenossenschaft eG feierte am 29. Juli 2014 ihren 60. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums richtete die MWG bereits am 1. April 2014 in der unteren Etage der Hohepfortestraße 61 eine sogenannte "DDR-Wohnung" ein. Genossenschaftsmitglieder und viele Anwohner spendeten Möbel,Bilder,Spielzeuge und Einrichtungs-gegenstände, so dass sich die Wohnung den Besuchern im echten DDR-Stil präsentiert. Bis auf Widerruf kann die Wohnung jeden Dienstag von 16.00 - 18.00 Uhr besichtigt werden - und das taten sehr viele! So kamen bisher Genossenschaftsmitglieder, die eine solche Wohnung vor 60 Jahren mit erbauten oder die als Kinder in ähnlich ausgestatteten Räumen wohnten. Es haben auch schon viele Schulklassen und Seniorengruppen sich in den Räumen umgesehen, aber auch Teams, die in der Schule oder als Studenten das Leben der Menschen während der DDR-Zeit erforschen und niederschreiben. Vom Tag der Eröffnung bis zum 27. Juli waren es immerhin schon 800 Personen, die sich die Wohnung anschauten.

 

                             "Die gute Stube"         

                       "In der Küche" , Fotos H. Mittank, 2014

Es war eine gute Idee des Vorstandes der MWG, eine derartige Wohnung für die Öffentlichkeit einzurichten. Die zahlreichen Einträge im ausliegenden Gästebuch bestätigen, dass die Museums-Wohnung gut angenommen wurde und bei vielen Besuchern Erinnerungen an vergangene Jahre wecken. 

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Werner- von-Siemens-Gymnasium

Während eines Spazierganges in der Stendaler Straße kommt mir eine große Gruppe fröhlicher und angeregt unterhaltender Mädchen und Jungen entgegen. Es ist Unterrichtsende am Siemens-Gymnasium; es geht zu Fuß oder mit der Straßenbahn Linie 2 nach Hause, ins Internat oder zum Bahnhof Neustadt.

5 Jahre sind es her, als das Gymnasium in die Alte Neustadt, in die Stendaler Straße 10 zog und die Schullandschaft des Stadtteils bereicherte. Gegründet wurde das Gymnasium 1988 mit 37 Schülern und war  im Gebäude der EOS Otto-von-Guericke in der Harsdorfer Straße untergebracht. 1989 erhielt es ein eigenes Gebäude in der Pablo-Neruda-Straße 13. Gleich nach der Wende wurde es Landesgymnasium und erhielt 1993 den Namen "Werner-von-Siemens-Gymnasium". 

Es wurde eng im Schulgebäude in der Pablo-Neruda-Straße und man sah sich nach einer Lösung um. Die wurde auch bald gefunden. Das Schulgebäude in der Stendaler Straße 10 war leergezogen, da die beiden dortigen Schulen in Etappen aufgelöst und die Schüler auf andere Schulen Magdeburgs aufgeteilt wurden. Doch bevor der Umzug in die Stendaler Straße 10 losgehen konnte, musste das Gebäude saniert werden. Schließlich handelt es sich um das "dienstälteste Schulgebäude" von Alte Neustadt. 1887 begann man mit dem Bau des 1.Teils, der 1889 den Schülern übergeben werden konnte und der 2. Teil war 1893 fertig.

Nach dem II. Weltkrieg konnte am 1. Oktober 1945 der Unterricht wieder beginnen, jedoch unter erschwerten Bedingungen. Da die anderen Schulen in Alte Neustadt zerstört waren, mussten bis zum Neubau von Schulen alle Schüler der Alten Neustadt, teilweise auch der Neuen Neustadt,in der Stendaler Straße unterrichtet werden. Bis zum Ende der DDR war in der Stendaler die Ernst-Thälmann-Oberschule untergebracht. 

Die Sanierung war sehr umfangreich und auf die Anforderungen eines Gymnasiums ausgerichtet. Am 5. März 2009 legte man dann noch den Grundstein für einen zusätzlichen Anbau, da die Klassenräume für die rund 550 Schüler ansonsten nicht ausreichen würden. Am 6. August 2009 war es dann soweit. Der Umzug war abgeschlossen und der Unterricht in der Stendaler Straße 10 konnte beginnen. 52 Lehrer bringen mathematisch, naturwissenschaftlich, technisch begabte und interessierte Schüler zur Hochschulreife.

Das sanierte Schulgebäude mit Anbau, Foto Mittank,H.2014

Das Gymnasium ist zum festen Bestandteil der wissenschaftlichen Ausbildung im Stadtteil Alte Neustadt geworden. So ist das Gymnasium seit 1999 Kooperationsschule der Otto-von-Guericke-Universität und die Teilnahme des Gymnasiums mit Projekten an der jährlich stattfindenden "Lange Nacht der Wissenschaften" unumstößlich.

Fazit: Das Werner-von-Siemens-Gymnasium ist in den 5 Jahren fest in das gesellschaftliche Leben des Stadtteils hineingewachsen und wir wünschen den Schülern und Lehrern weiterhin große Erfolge im schulischen wie auch im außerschulischen Bereich!

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Von der Bachstraße zur Mozartstraße

Mein Weg führt heute zur Bachstraße, Ecke Kaiser-Otto-Ring. Dort stand eine Baracke, die bis zur Wende dem VEB-Fischhandel als Büro diente. Nach der Wende  öffnete in dieser Baracke ein Gastwirt eine kleine Kneipe. Nach Schließung der Kneipe verödete das gesamte Umfeld, bis ein großes Plakat verkündete: Es wird gebaut. In den 2 Einfamilienhäuser sind die Bewohner eingezogen, das 3. Haus ist im Rohbau fertig. Rund 100 m weiter, hinter dem Gebäude einer Behörde des Bundes, entstehen zur Zeit drei weitere Häuser.

Bachstraße/Ecke Kaiser-Otto-straße, Foto H. Mittank 2014

Ich gehe weiter zur Mozartstraße. Auch dort hat sich einiges verändert. Die vorderen Häuser sind von den Eigentümern saniert worden, auf der rechten Seite ist ein Neubau entstanden.

Blick in die Mozartstraße, Richtung Walther-Rathenau-Straße, Foto H. Mittank, Juli 2014

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In der Walther-Rathenau-Straße

Die Mozartstraße mündet in die Walther-Rathenau-Straße. Linkerhand sind die Handwerker dabei, an einem mehrgeschossigen Gebäude die letzten Sanierungsarbeiten durchzuführen. In diesem Haus befand sich bis 2007 das Pflegeheim "Am Luisengarten", das in die Schlagzeilen wegen unbilliger Zustände kam und geschlossen wurde. Innen und außen komplett saniert können nun ab August 2014 junge Leute in das neue Studentenheim einziehen. Es stehen insgesamt rund 100 Studentenwohnungen zur Verfügung, auch möblierte Zimmer sind bei Bedarf möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Studentenwohnheim in der Walther-Rathenau-Straße 43. Foto Mittank 2014

 

 

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Neue Baustelle

Auf dem ehemaligen Sportplatz der Nordparkschule begann Anfang August 2014 zwischen der Großen Weinhofstraße und der Pappelallee die Ausschachtung für den ersten Wohnblock des geplanten "Familiendorfes" der MWG-Letzlinger Straße 5. Insgesamt sollen dort 6 Wohnblöcke entstehen. Auf dem Foto sind Ziegelsteine der bis 1945 dort stehenden Wohnhäuser Große Weinhofstraße 21-24 zu sehen.      

 

           

 

 

 

    

 

 

 

 

 

  Foto H. Mittank, 5. August 2014

   Am 1. September 2014 begannen mit der Aufstellung eines Kranes die Arbeiten zum Bau des 1. Wohnblocks    

 

 

 

 

 

60 Jahre

MWG - Wohnungsgenossenschaft e.G Magdeburg

Die MWG beging im Juli 2014 ihren 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass gab der Vorstand eine Chronik heraus, die allen Mitgliedern der Genossenschaft überreicht wurde.

                                                                                                                                                        

 

 

 

 

           

(Links Repro, rechts Foto 2011  H.Mittank)

 

 

  Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und ein großes Dankeschön für die hervorragend gestaltete Chronik der Genossenschaft. Als Hobby-Chronist von Alte Neustadt habe ich die Chronik mit besonderem Interesse gelesen und bin der Meinung,dass dem Team ein bedeutendes Werk neuer Zeitgeschichte gelungen ist.                         

  Der Bogen reicht von den schweren Anfangsjahren nach dem Zweiten Weltkrieg, wo in der fast völlig zerstörten Alten Neustadt Wohnraum für viele Familien geschaffen wurde bis hin zu den neuen, modernen Wohnkomplexen in der Weinbergstraße/ Küferstraße 2014                                     

  Die Chronik ist aber nicht nur für die Mitglieder der MWG interessant, sondern für viele, viele Alte Neustädter Einwohner,die in ähnlicher Art und Weise in den 50er Jahren in anderen AWG im Wohnungsbauprogramm "Rund um den Nordpark" neuen Wohnraum fanden.                   

  Die Chronik widerspiegelt präzise und überschaubar die Geschichte des Bauwesens u.a.hier in Alte Neustadt, aber gleichzeitig das Leben der Menschen in den letzten 60 Jahren im Stadtteil. Die Chronik der MWG schließt harmonisch die von der Genossenschaft in der Hohepfortestraße 61 eingerichteten Museumswohnung aus der Zeit der DDR ein.

Nochmals herzlichen Dank für das "Meisterwerk" der jüngeren Geschichte! 

 

Am 7. September feierte die MWG in der Festung Mark, Hohepfortewall, ein großes Jubiläumsfest. 14.00 Uhr ging es los und dauerte mit einer Feuershow bis gegen 21.30 Uhr. Viele, viele kamen - Mitglieder mit ihren Familien, Freunde, Nachbarn und Gäste. Veranstaltungen waren im Innenhof, im Hohen Gewölbe, auf dem kleinen Hügel und dem gesamten Gelände der Festung. Unterhaltung, Spaß und Freude überall; aus 40 Meter Höhe konnten mutige Besucher über die Häuser der Stadt sehen.

Es war ein recht gut gelungenes Fest, welches unter dem Motto stand:

"Faltenfrei!"

 

 

75 Jahre

Überfall auf Polen

und der Weltfriedenstag

 

Am 1. September 2014 jährt sich zum 75. mal der Tag, an dem Hitlerdeutschland Polen überfiel und damit den Zweiten Weltkrieg auslöste. An jenem Tag stand ich als junger Bub im 9. Lebensjahr und konnte absolut noch nicht verstehen, welch unsägliches Leid dieser brutale  Krieg den Menschen in Polen und denen in vielen anderen Völkern der Welt bringen wird.

Jetzt, in meinem 84. Lebensjahr verbrachte ich mit meiner Gattin drei Wochen Urlaub in Swinoujscia (Swinemünde). Oft gingen wir die Strandpromenade entlang,die von den beiden Grenzorten Ahlbeck und Swinemünde mit Fördermitteln der EU in den letzten Jahren neu gebaut wurde. An dieser Grenze zwischen Polen und Deutschland ist ein beliebter Treffpunkt geworden. Da radeln täglich hunderte polnische Bürger hinüber nach Ahlbeck und zu anderen deutschen Ostseebädern, im Gegenzug kommen deutsche und ausländische Urlauber aus den deutschen Strandbädern herüber nach Polen. Viele wandern auch zu Fuß hin und her, darunter so manche Schulklasse mit ihren Lehrern. Lieder erklingen, in deutscher und in polnischer Sprache, es wird diskutiert, die Lehrer erläutern den Kindern so manches aus der Vergangenheit und der Gegenwart. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 1. September 2014, 75 Jahre nach dem Überfall auf Polen, begehen wir wieder den internationalen Friedenstag. Möge hier an der Grenze zwischen Deutschland und Polen ewig Frieden herrschen. An diesem Tag sollten wir aber auch über die Grenzen Deutschlands hinausblicken in die Regionen der Welt, wo kein Friede ist, wo immer noch Menschen, aus welchen Gründen auch immer, sich gegenseitig totschießen und Millionen unschuldigen Männern, Frauen und Kindern unermessliches Leid bringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

"An der Grenze Deutschland /Polen", Fotos H.Mittank 2014

 

 

Möge endlich Frieden, das elementare Grundrecht der Menschen, auf der ganzen Welt Bestand haben. Dafür einzusetzen lohnt sich immer! 

 

 

 

1789 - der Beginn der Französischen Revolution

1989 - Aufstellung des

Carnot-Denkmals im Nordpark

 Am 23. Mai 1989 wurde anlässlich des 200. Jubiläums der Großen Französischen Revolution im Nordpark durch die Stadt Magdeburg zu Ehren Lacare Nicolas Carnot eine Büste aufgestellt.

              

  Wer war Carnot? Er gehörte zu den berühmtesten Persönlichkeiten der Französischen Revolution. Er war u.a. für die Leitung der Armee zuständig, schuf die Massenheere für die Revolution und galt als "Organisator des Sieges" über die Interventionstruppen der europäischen Reaktion. Er stand mit an der Spitze der Regierung und wurde 1800 Kriegsminister. Während der "Hundert Tage" diente er unter Napoleon als Innenmister.

  Nach dem Sturz Napoleons musste er als so genannter  "Königsmörder" aus Frankreich emigrieren. Er lebte von 1816 bis zu seinem Tode 1823 in Magdeburg und hatte hier ein hohes Ansehen. Er erwarb sich Verdienste vor allem beim Festungsbau und zur Entwicklung der Bildung in Magdeburg.

  Der am 13. Mai 1753 in Nalay (Burgund) geborene Carnot starb am 3. August 1823 in Magdeburg. Er wurde auf dem Friedhof der Johanneskirche beigesetzt. Später wurden seine sterblichen Überreste auf eine Grabstätte im Nordpark überführt. Auf Antrag seiner Angehörigen ist Carnot 1889 nach Paris in das Pantheon überführt worden. Am Nordpark formierte sich ein großer Zug mit hohen Magdeburger Persönlichkeiten. Die sterblichen Überreste Carnots fanden in einem Sarg auf einer Lafette Platz und unter den Klängen einer Magdeburger Militärkapelle bewegte sich der Zug zum Hauptbahnhof Magdeburg, wo es dann in Richtung Paris ging.  

Spaziergang zur Speicherstraße

 Die Speicherstraße verändert sich von Monat zu Monat. Die Häuser der Westseite wurden vollständig saniert, die Fassaden leuchten in vielen Farben (auf dem Foto rechts)

                                 

                  Auf der Ostseite der Straße wurden neue Häuser gebaut (siehe Fotos)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An der Einmündung zur Deneckestraße reißt man alte Garagen ab, um Baufreiheit für ein neues "Kernhaus" zu schaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 (Fotos: H. Mittank, September 2014)

 

 

 

"Anne-Frank-Schule" hat

 Alte Neustadt verlassen!

Zum Schulbeginn am 1. September 2014 ist die "Anne-Frank-Schule" in der Moldenstreaße 6 ausgezogen und hat ihr neues Domizil im Westernplan bezogen. Vor 29 Jahren zog die Sonderschule für sprachgestörte Kinder von der Hegelstraße in die damalige Oberschule  "Georgii Dimitroff" ein. Diese Schule wurde 1975 gebaut, weil die Plätze in den Schulen Stendaler Straße und Nordparkschule für die Schulkinder aus Alte Neustadt nicht mehr ausreichten. Das marode Schulgebäude bleibt vorerst leer stehen. Ein evtl. Neubezug kann erst nach kompletter Sanierung erfolgen.  

                Das 1975 gebaute Schulgebäude, Foto Mittank 9/2014

                           Foto: H. Mittank, 10.9.2014

                2. Magdeburger Hafenrennen       

Am 20. September 2014 fand das 2. Magdeburger Hafenrennen im Wissenschaftshafen statt. Vorbei an historischen Hafengebäuden und modernen Bauten starteten die Radrennfahrer auf einem Rundkurs von 1100 m. Den Veranstaltern (RC Magdeburg und RSV Mitte) ging es in erster Linie darum, die alten Wettkampftraditionen Magdeburgs neu zu beleben. Wie schon beim Rennen im vorigen Jahr im Industriehafen wurden drei Kinderrennen und zwei "Jedermann-Rennen" ausgetragen. Jedermann bedeutet: Es kann jeder mitmachen, der einigermaßen trainiert ist, einen Schutzhelm hat und sein Rennrad gut beherrscht. Nachdem ein Hindernis (ein Reisebus parkte plötzlich in der Rennstrecke) beseitigt war, begann mit etwas Verspätung  das 1. Rennen für Kinder bis zu 5 Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 Vorbereitung zum Start(links) und nach dem Start (rechts), Fotos     H. Mittank, 2014

Während die Knirpse und künftigen "Weltmeister" ihre Runde drehten, machten sich die "Großen" warm für ihren Wettkampf. Gefahren wurden Rennen bis 5 Jahre, 6-9 Jahre,10-13 Jahre, U-11-Schüler, U 13-Schüler (jeweils Jungen und Mädchen)  und Jedermann-Rennen 18-40, 41 - 50 und über 50 Jahre. Es war wieder mal etwas los im Wissenschaftshafen. Bleibt die Hoffnung, dass dieses Rennen zu einer Tradition in unserem Stadtteil wird. Den Siegern unseren Glückwunsch!

Vom 26. bis zum 28. September 14 fand im Speicher V am Sarajevo - Ufer, im Wissenschaftshafen nähe des Museumsdampfer "Gusta Zeuner" das Stadtteilfest "Alte Neustadt" mit den Ottonen zu Megdeburch e.V. statt. Es gab das Heidenlager Magdeburg 2014 mit Lagerleben, Bogenbahn, historisches Handwerk, Kinderspaß (Bälgerburg, Ponyreiten, Stockbrot backen, Keramik töpfern) und vieles mehr.

 

        40 Jahre Magdeburger S-Bahn

Am 29. September 1979 erhielt Magdeburg die erste Stadtschnellbahn. Von den 14 Stationen (10 davon in Magdeburg) war der Neustädter Bahnhof eine der Haltestellen. Der Bahnhof gewann an Bedeutung, da viele Werktätige aus den Betrieben von Alte Neustadt in der nahen Umgebung von Magdeburg wohnten und die S-Bahn-Züge nutzen konnten. Mit der Einrichtung eines Bus-Bahnhofes auf dem Vorgelände wurde der Neustädter Bahnhof zu einem Verkehrsknotenpunkt (Eisenbahn/Busverkehr in die nahen Kreisstädte/ Straßenbahn). Vor allem in den Morgen- und den Abendstunden herrschte ein sehr großer Reiseverkehr.

Foto: H. Mittank, 2014

Der 1873 anlässlich der Eröffnung der Linie Berlin-Magdeburg gebaute Bahnhof Neustadt war ein architektonisches  Schmuckstück, ein Backsteinbau mit aufwendigen Klinkermustern und Säulen in der Haupthalle. Seine Blütezeit hat er aber hinter sich. Nachdem das Gebäude von der Bahn-AG an eine private Immobilienfirma verkauft wurde,stehen die Gebäude bei der Bevölkerung wegen Verschmutzung und anderer Unannehmlichkeiten unter starker Kritik. Die Bahnhofsuhr steht seit vielen Jahren auf "12". Eine Veränderung dieses Zustandes ist leider nicht in Sicht!

 

 

 

 

 

 

 

 

                                          


 
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